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# Social Media als Baustein im OER-Ökosystem --- ## Spannungsfeld "Gated Commons" --- **Vortrag von Christine Kolbe | [Co-WOERK](https://www.co-woerk.de) auf der *OER im Blick* 2026** | Köln 29.04.2026 --- ## Teil I ### Öffentlichkeitsarbeit im OER-Ökosystem Um Ziele, Werte und Vorteile von offener Bildung und offener Praxis bei der Veröffentlichung von Lehr- und Lernmaterialien bekannter zu machen, ist auch die Öffentlichkeitsarbeit in Projekten und Hochschulgremien wichtig. Im OER-Ökosystem kann dieser Aspekt im Baustein „Anreizsysteme" verortet werden – im Schnittfeld von **Awareness**, **Sensibilisierung** und **Anerkennung** (vgl. Co-WOERK AP 5: Strukturentwicklung eines OER-Ökosystems, Tanja Jeschke & Andreas Brandt, Boguslaw Malys| Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg). ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/7209ebbc-eaa4-4810-ba64-c05931cbf48d.png) Aus: [*Auf dem Weg zur Konzeption eines OER-Ökosystems am Beispiel Co-WOERK – Die Skizze eines Ökosystems zur Förderung offener Bildungspraktiken und digitaler Infrastrukturen* | ZDT-Jahrestagung | 07.11.2025 | Andreas Brandt, Tanja Jeschke, Boguslaw Malys BTU Cottbus-Senftenberg](https://zdt-brandenburg.de/wp-content/uploads/2025/12/ZDT-DHB-2025_PPT_CoWOERK-Konzeption-OER-Oekosystem.pdf) Weitere Ausführungen von Tanja Jeschke in ihrem *[Wissenschaftsblog: Das Ökosystem im Geflecht von Infrastruktur und Praxis](https://www.tanja-jeschke.de/blog-co-woerk/05/)* ### Worum geht es bei einer auf Open Education konzentrierten Öffentlichkeitsarbeit? Es geht um **Sichtbarkeit**, **Dokumentation**, aber auch um **Storytelling**: Das Thema von unterschiedlichen Seiten erzählen – von der **globalen politischen Bewegung** über den **Innovations- und Qualitätsgehalt** von Open Education für die Lehre bis hin zum **ganz persönlichen Nutzen** durch Rechtssicherheit und schnelles Publizieren. ### Ressourcenbedarf Öffentlichkeitsarbeit und insbesondere auch die so schnelllebig und leicht daherkommende **Social-Media-Arbeit ist ziemlich ressourcenintensiv**. Sie setzt rudimentäre Kenntnis der Wirkmechanismen von Plattformen voraus und bedeutet neben stetigem Ausspielen von **Content** auch jede Menge **kreativen Workload**: Algorithmen wollen gefüttert, Formate wie Video, Grafiken (die Kacheln) und Animationen produziert werden. Es geht darum, **Bild- und Textmaterial in recht hoher Frequenz zu generieren**. Und ja, die KI kann uns dabei unterstützen, aber sie kann es nicht gut ohne uns machen. Hinzu kommt, dass **Plattform-Betreiber die genauen Kriterien aller Funktionsweisen selbst nicht offenlegen** und sich diese zum Teil wöchentlich ändern. Es wird nicht transparent gemacht, welche unserer Posts unsere Zielgruppen überhaupt erreichen, also im regulären Feed auftauchen. Sich in dieses Wissen einzuarbeiten, auf dem Laufenden zu halten, Features zu kennen und die zentralen Änderungen mitzuverfolgen – **auch das erfordert Ressourcen**. Gleichzeitig muss man nicht „Social Media" studiert haben. Es geht vielmehr um eine **grundsätzliche Affinität**, eine **beobachtende, lernende Rolle** und die Bereitschaft, sich auszutauschen und fortzubilden. **Das passt ja grundsätzlich zu uns - der lernenden OER-Community!** ### Learnings aus Co-WOERK Wenn es um Social-Media-Arbeit in Bildungsprojekten generell und ganz besonders um zeitlich begrenzte Drittmittelprojekte geht, ist es wichtig, genau einzugrenzen: Erstens, welche **Ziele** verfolgen wir mit einer regelmäßigen Social-Media-Arbeit? Und zweitens, was können wir leisten und welche **Ressourcen** haben wir zur Verfügung – beziehungsweise müssen bereitgestellt sein? **Für befristete Projekte von unter drei Jahren kann es nur sehr eingeschränkt um den Aufbau eigener Reichweiten gehen.** Dafür sind die Plattformen, die wir vermutlich insbesondere in der kostenfreien Version nutzen, zu stark auf Profit und Werbekund\*innen orientiert. Unsere Algorithmen werden also niemals so flüssig laufen, dass wir verlässlich Menschen erreichen und nennenswert neue Follower\*innen gewinnen. „Um in einem Jahr 1000 Follower organisch auf Instagram zu gewinnen, ist eine konsequente Strategie nötig: Posten Sie täglich Reels mit Mehrwert, nutzen Sie 3–5 spezifische Nischen-Hashtags und interagieren Sie aktiv 30 Minuten täglich mit anderen Profilen", sagt das Internet. Bezugspunkt ist dabei u. a. dieses [Video](https://www.youtube.com/watch?v=TmNxqzNxczI&t=1413) ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/04773c54-7657-4f57-9244-d273dc696e67.png) Wollen und können wir so wie die Social-Media-Profis arbeiten? ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/a928eb92-ee99-4647-b5de-4ac08d786bee.png) Aus den Learnings von Co-WOERK kann ich bezogen auf den Mindestaufwand sagen, dass wir mit drei Leitlinien gute Ergebnisse erzielen: 1. regelmäßiger Content – mindestens zwei Posts pro Woche 2. ein professionelles Erscheinungsbild 3. Abwechslung in der Nachrichtenart. Unsere Zielsetzung weicht also möglicherweise von dem ab, was wir gemeinhin mit Social-Media-Arbeit assoziieren: Es geht um Sichtbarkeit und Reichweiten im Sinne hoher Seitenaufrufe und nicht um hohe Followerzahlen.Dies erreichen wir vor allem über **Mitnahmeeffekte etablierter Kanäle** in unserem Umfeld. Bei Co-WOERK sind das vorrangig die **Hochschulkommunikationsabteilungen** in unserem Verbundprojekt. Wirkliche Chance auf Breitenwirkung gibt es also nur durch **erfolgreiche Re-Posts und Kollaborationen (Collabs bei Instagram)** – und nicht über Herzchen, Daumen hoch und ein paar Kommentare. Mit einem Beitrag, der beispielsweise 3000 Aufrufe erzielt, haben wir vermutlich unsere Zielgruppen tatsächlich erreicht, und das kann einen Impact haben, etwa um eine Veranstaltung zu bewerben. Zusätzlich geht es mit Blick auf die Zielstellung von Co-WOERK um **die Sichtbarkeit innerhalb der Hochschulen** Der Instagram-Account der Viadrina hat etwa knapp 7000 Follower\*innen und arbeitet eng zusammen mit den Accounts der drei Fakultäten, den verschiedenen Servicestellen, Fachschaften und studentischen Initiativen. Wenn ein Co-WOERK-Post es also in die Story des Viadrina-Hauptaccounts schafft, dann ist, **bezogen auf die Aufrufzahlen, viel gewonnen** – und der Beitrag wird von einigen anderen Kanälen wiederum aufgegriffen und gezeigt. **Generelles Ziel muss es also sein, Aufmerksamkeit, Vertrauen und Wertschätzung der befreundeten und übergeordneten Social-Media-Kanäle zu generieren.** ### Sichtbarkeit und Wertschätzung nachinnen Eine weitere Zielsetzung ist **Sichtbarkeit und Wertschätzung nach innen**. Neben einer interessanten dokumentarischen Begleitung eines Wissenschafts- oder Bildungsprojekts wirkt Social-Media-Arbeit auch als Verstärker für das, was wir im Projektmanagement **„Erfolge feiern"** nennen. Letztlich kann Social Media Teambuilding und Communityarbeit leisten. In meinen Beiträgen „feiere" ich sozusagen die tolle Arbeit meiner Kolleg*innen. Ich erzähle, welche Lösungen sie entwickeln, zeige sie bei ihrer Arbeit – etwa mit Konferenzbeiträgen – und wo und wie sie sich einsetzen. Insbesondere bei LinkedIn, einer Plattform, die stark auf die Vernetzung von Einzelpersonen setzt, bedeutet die Erwähnung unter Umständen für das eigene Profil viel. ### Wie gelingt gute Social-Media-Arbeit speziell für Open-Education-Projekte? Wie bei jeder Form gelungener Wissenschaftskommunikation geht es darum, Fakten und Wissen **attraktiv**, **prägnant**, **verstehbar** und an der einen oder anderen Stelle auch unterhaltsam aufzubereiten. **Es geht in jedem Fall darum, den richtigen Ton zu treffen.** Die unterschiedlichen Plattformen bieten hier viel Spielraum: Auf **LinkedIn** können wir ganze Studien als PDF in ein Karussell packen, nur einen Link veröffentlichen, eigene Termine für Events einstellen oder auch einen längeren Artikel schreiben. Bei **Instagram** sieht es dagegen ganz anders aus – hier stehen Bildmaterial, Fotos und Videos im Vordergrund, ebenso Musik, Trends und Meme Culture. Es ist aber Geschmackssache, inwieweit wir hier dem typischen Insta-Look-'n'-Feel nachgehen, ob wir Trends mitmachen und performen oder seriöse Infokacheln bauen. Vermutlich auch eine Frage des Alters. Zentral für unsere Social-Media-Arbeit zu Open Education: Die Posts sollten so gestaltet sein, dass sie die Geschichten rund um OER und OEP erzählen. Vor allem die „Seele" des Prinzips „geteiltes, freies Wissen" sichtbar machen – oder die **Kultur des Teilens**, eine **politische Stoßrichtung** im Sinne von Demokratisierung von Wissen und Bildungsgerechtigkeit, oder **Fortschrittsfähigkeit** durch Ko-Kreation und Innovationskraft von Open-Education-Strategien. Rein praktisch gilt es zu beachten, dass möglichst viele **Textbrücken** und Anschlüsse für die Erwähnung anderer Accounts entstehen, sodass sie getaggt oder zur Kollaboration eingeladen werden können. Hierüber entsteht nicht nur kontextlose Sichtbarkeit der Projekte, sondern **echte Vernetzung**. Sie ist ein Teil des Arbeitspakets „OER-Awareness" und damit letztlich auch **Policy-Arbeit**: Wenn das Thema, die Idee, die Geschichten rund um offene Lehr- und Lernpraxis als Grundrauschen in der Hochschulkommunikation mitschwingen, besteht die Chance, dass diese Kultur verstanden, gewollt und übernommen wird. --- ## Teil II – Spannungsfeld Soweit so gut. Dennoch habe ich als Open-Education-Aktivistin – so bezeichne ich mich vor allem auch als langjährige Mitstreiterin im großartigen [Bündnis Freie Bildung](https://buendnis-freie-bildung.de/) – mit meinem Aufgabenprofil hin und wieder **Bauchschmerzen**. ### Was macht Social-Media-Arbeit? Zoomen wir noch einmal heraus: Wir stellen Inhalte im Netz in technischen Infrastrukturen zur Verfügung, die hervorragend funktionieren. Sie legen eine **außerordentliche Usability** vor – mit dem erlebbaren Versprechen, theoretisch tausende Menschen kostenlos mit Inhalten zu erreichen. Und wir sehen auch, dass es den Profis und den meisten Großunternehmen gelingt, ebenso wie vielen relevanten zivilgesellschaftlichen und politischen Kräften (leider nicht nur den demokratischen – das wissen wir auch). **Diese Infrastrukturen sind vermeintlich kostenlos. Doch der Preis ist hoch und liegt im Verborgenen:** Durch die Zustimmung zur Nutzung der kostenlosen Apps geben wir eine Vielzahl von Daten ab, und das nicht nur bei der Erstellung unseres Profils, sondern bei der täglichen Nutzung. Bewegungsdaten, Daten darüber, *wie* lange wir auf *welchen* Inhalten verharren, unsere Vorlieben und Interessen in Kombination mit Alter, Wohnort und Bewegungsdaten ergeben eine **starke Währung für zielgruppenspezifische Werbung**. Und noch viel interessanter: **Dass viele Menschen sich auf diesen Plattformen wohlfühlen** – sicherlich auch einige hier von uns. Es scheint einen Nerv zu treffen: Jede Person kann Wissen teilen, das Wort ergreifen, die Beiträge anderer aufgreifen (und leider auch: ohne Anstand *an*greifen). Auf Social Media können wir uns verhalten, **in Verbindung sein, uns unterhalten lassen, politisiert werden, Verbindung schaffen, Verbündete finden**. ### Gated Commons statt echte Commons **Haben wir es hier also mit den wahren Commons zu tun?** Ja, wir können wahnsinnig viel lernen! Ja, wir finden freies Wissen auf LinkedIn und sogar TikTok! Social Media ermöglicht uns eine **hervorragende Empfehlungskultur**, wenn wir unseren Feed gut kuratieren. Aber genau da sind wir schon an einer wesentlichen Grenze: Wenn wir auf Infrastrukturebene noch einmal schauen, zeigt sich, dass die Zugänge, also das, was an die Oberfläche kommt, **alles andere als von der Gemeinschaft bestimmt, organisiert und gepflegt** wird – so wie es bei „guten", tragfähigen, gerechten Commons, einer demokratischen Allmende, sein sollte. Im Gegenteil: Die Plattformbetreiber sind riesige, auf Profit ausgerichtete Tech-Unternehmen des globalen Nordens, die persönlichen Überreichtum aufbauen – mit echten Menschen an der Spitze: Tech-Milliardäre mit **unfassbarer Macht und wenig Gemeinsinn**, ausnahmslos weiß, cis-hetero-männlich, ohne zeitgemäßen, menschenfreundlich-sorgenden, gerechten und nachhaltigen Wertekompass. **Patriarchat in Tech.** ### Gated Commons - Abhängigkeit und politische Einflussnahme **Proprietäre Social-Media-Plattformen sind *Gated Commons*: Die Lust am Teilen ist real da und menschlich, bleibt aber mit der Hergabe persönlicher Daten das Hauptgeschäftsmodell.** Und das dient nicht dem Wohle der Gemeinschaft. Es hat auch *nichts* mit Bildungsgerechtigkeit und der Stärkung partizipativer Gesellschaftsmodelle und Demokratien zu tun. Im Gegenteil: Ausgeklügelte Algorithmen dienen ganz gezielt dazu, die Dopaminausschüttung zu kontrollieren, und machen **mental und physisch abhängig**. Rein auf körperlicher Ebene wird der Wunsch generiert, weiter zu scrollen – im Sekundentakt immer neuer, fremdbestimmter Content. Und es wird auch immer klarer, dass soziale Netzwerke das **politische Klima beeinflussen**: Menschen werden ermutigt, ohne Anstand ihre Meinung ins Internet zu schreiben – oder besser gesagt: zu SCHREIEN. Hass und Hetze werden geduldet, nicht wirksam bekämpft und geahndet. Content wird auch offensiv zugunsten von autoritären Ordnungsstrukturen generiert und durch das Tech-Design nach oben gespült, insbesondere auf TikTok und YouTube. **Social-Media-Plattformen sind auch Technologien, die Gerechtigkeit und Fortschritt in Sachen Menschlichkeit bewusst verhindern und damit Profitinteressen einzelner bestärken.** ### Fazit Teil II Die beschriebene Ausgangslage stellt uns vor die Frage: Wollen wir uns in solchen Räumen bewegen? Auch als Community an Bildungsprojekten mit einer im Grunde **zivilgesellschaftlichen Mission** müssen wir noch genauer nach den geeigneten und gerechtfertigten Mitteln fragen – nach **Vorbildfunktion** und **Haltung**. Ist das Generieren von Aufmerksamkeit für offene Bildung auf proprietären Social-Media-Plattformen wünschenswert und zwingend? Und vor allem: **Unter welchen Bedingungen** wollen wir da sein? Zugespitzt: **Ist es in ethischer Perspektive geboten, als OER-Projekte in kommerziellen sozialen Netzwerken präsent zu sein, sie ins Ökosystem einzubauen?** Passt Aktivität in diesen „Gated Commons" zu unserem Vorhaben? Sollten wir unsere Leitidee von Openness nicht auch auf Infrastruktur und Kommunikationskanäle anlegen und eine konsequente Haltung bezogen auf Open-Source-Tech nach außen tragen? Also nur **Mastodon** und **Mattermost**, **Matrix/Element und Signal?** Aber was, wenn (noch) niemand dort ist? Was, wenn die, die wir erreichen wollen, nicht dort sind? Willst du jetzt deinen Job abschaffen, Christine? Jein. Ich möchte meine Arbeit achtsamer, transparenter und mit Haltung machen. ### Leitlinien für eine verantwortungsvolle Praxis **Ein paar Leitlinien** habe ich mir selbst mit Blick auf Ansprache und Erscheinungsbild gegeben: Ich bemühe mich um **diskriminierungsarme und diversitätssensible Ausdrucksweisen** in Bild und Sprache. Ich versuche, keine sexistischen, ableistischen, misogynen, rassistischen, adultistischen oder tierfeindlichen Haltungen zu reproduzieren. Konkret: Memes, Trends und diese besondere Art von Social-Media-Humor bedeuten manchmal sehr subtil, aber meistens eigentlich „auf Kosten anderer Spaß haben". Dieses Das allzu unreflektierte Darüber-Lachen versuche ich mit einem **kleinen Innehalten** zu überprüfen und die eigenen, oft übernommenen Muster zu hinterfragen: Ist das wirklich eine gute Text-Bild-Schere? Was ganz gut geht: historische Aufnahmen von Menschen wie wir, die vermutlich dieselben Dinge tun, nur in einem anderen Jahrhundert – sich treffen, lernen, in Maschinen reinschauen, arbeiten. Außerdem Tiere – am liebsten ihre Fähigkeit, schöne Communities zu bilden. > ###### Schöne gemeinfrei Bilder gibt's auf den [**Flickr Commons**](https://www.flickr.com/commons) ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/82e20373-3a62-419e-864e-046f7c92d64c.png =600x) > ###### Hier habe ich zweimal überlegt: ist es gerechtfertigt für ein Schmunzeln Kindern abzubilden. Dafür entschieden habe ich mich, da ihre Gesichter nicht zu sehen sind un dsi einene sehr eigenständigen und selbstbestimmten Eindruck machen, eine wohlwollende "Niedlichkeit" hochkommt. ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/61115626-e6c6-4b3b-b59d-38dcbaa7aab4.png =400x) > ##### Hier habe ich mich beispielsweise gefragt: geht es dem Pony gerade gut? Ich habe mich entschieden, dass eine angenehme Mensch-Tier Beziehung abgebildet ist, zumindest keine tierquälerische Situation - auch wenn das Pony vielleicht lieber frei wäre ... > Außerdem: Ich verwende **keine rechten Codes** – also etwa Blitze, Kiwis – und auch wenn sich das mit Blick auf die Co-WOERK-„Vereinsfarben" durchaus anbieten würde: keine blauen Herzchen. Ich versuche, auf dem Laufenden zu bleiben, was nicht leicht ist, weil die Übernahme scheinbar harmloser Emojis oft eher unter dem Radar läuft. Aber auch hier gilt natürlich abzuwägen, wann und ob wir diese Einschränkungen zulassen und uns die Alltagsymbole nicht auch wieder zurückholen. ![](https://www.gesichtzeigen.de/wp-content/uploads/2025/05/emojis-website-1-1536x864.png =250x) > ###### Quellen: https://www.gesichtzeigen.de/emojis-2/ | https://www.kas.de/de/web/extremismus/rechtsextremismus/rechtsextreme-codes --- ## Kritische Social Media Arbeit ### Bits und Bäume: Leitfaden für die kritische Nutzung problematischer sozialer Medien https://bits-und-baeume.org/kritische-sm-nutzung/ ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/155fecf3-f7c2-442d-99e2-97c8a41008da.png =200x) Der Leitfaden des Bündnisses Bits & Bäume formuliert unter anderem folgende Grundsätze: eine regelmäßige Reflexion, ob die Aktivität auf den von uns genutzten Plattformen noch angemessen und mit unseren Werten vereinbar ist; keine exklusive Veröffentlichung von Inhalten auf geschlossenen Plattformen; das gelegentliche Ansprechen (mindestens alle sechs Monate) kritischer Aspekte der problematischen Plattform auf der Plattform selbst, verbunden mit dem Hinweis auf Alternativen; sowie das Zwischenschalten einer Hinweisseite bei Links zu kritischen Plattformen von der eigenen Website, die Problematiken aufgreift und auf Alternativen verweist. --- ## Diskussion Was noch? Habt ihr Ideen? Sollen wir etwa offene Lizenzen in die „Gated Commons" hineintragen und sichtbar machen? Wie sieht es grundsätzlich aus: Achten wir Social-Media-Plattformen überhaupt als Orte, an denen Wissen geteilt wird? ---- # Weiterführende Links ## Die Social Media Kanäle von Co-WOERK **Instagram** https://www.instagram.com/co.woerk/ **LinkedIn** https://www.linkedin.com/company/co-woerk **Mastodon** https://mastodon.social/@CoWOERK --- **Vielen Dank für's Zuhören! <3** Kontaktiert mich gern bei Nachfragen oder für Feedback: kolbe@europa-uni.de ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/e985921d-82b5-4ba2-be3c-57dd125e5dee.jpg =300x) --> zum [Präsentationsmodus](https://pad.medialepfade.net/kolbevortrag-oerimblick26-pr#) --- --- ###### <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" style="border-width:0; float:left; margin:12px" src="https://i.creativecommons.org/l/by/4.0/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" property="dct:title">Dieser Vortrag ist von Christine Kolbe, Akademische Mitarbeiterin an der [Europa Universität Viadrina](https://www.europa-uni.de/de/index.html) Frankfurt (Oder) im Rahmen des Projekts [Co-WOERK](https://www.co-woerk.de/) für die Fachkonferenz *OER im Blick 2026* entwickelt worden und wird als Open Educational Resources (OER) </span> unter der Lizenz [Creative Commons CC-BY 4.0 International Lizenz](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de) veröffentlicht.</a> D.h. das Werk darf sowohl für nicht-kommerzielle als auch für kommerzielle Zwecke verbreitet und verändert werden, sofern die Urheber:innen des Originals wie oben beschrieben genannt werden.