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# Do you speak Emoji? Einheit 3 [**<<Zurück zur Übersicht**]() ## Allgemeine Informationen **Kategorie**: Kritische Medienbildung **Format**: Workshop **Tags:** * Thema: Bias, Datenauslesung, Interpretation von Daten, Emojis * Verwendete Methoden: Gruppendiskussion, Reflexion, Plenumsarbeit * Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahren * Gruppengröße: flexibel, empfohlen 6-12 * Dauer der Methode: 60 - 120 Minuten ---- ## Kurzbeschreibung :::success In dieser Einheit reflektieren die Teilnehmenden gemeinsam, wie und warum Emojis im Alltag verwendet werden. Sie analysieren unterschiedliche Bedeutungen und Interpretationen und erkennen, wie Daten – etwa Emoji-Nutzung – auf subjektive Weise gelesen werden können. **Lizenz**: CC BY 4.0 [mediale pfade e.V.] **Zielgruppe**: Jugendliche ab 12 / Multiplikator*innen **Kategorie**: Kritische Medienbildung ::: :::warning Achtung: In dieser Methode wird empfohlen, persönliche Smartphones einzubeziehen – ein sensibler Umgang mit Datenschutz ist notwendig. Nutzt nicht das Teilen von Bildschirmen, sondern lasst die Jugendlichen von ihren eigenen Bildschirmen ablesen. ::: ## Lernziele :::info - Reflexion über die eigene Emoji-Nutzung - Sensibilisierung für unterschiedliche Interpretationen von Symbolen - Erste Einführung in das Thema Dateninterpretation - Erkennen von Bias in scheinbar „neutralen“ Daten - Förderung von Kommunikationskompetenz in digitalen Kontexten ::: ## Rahmendaten <div class="alert alert-info" role="alert"> **Zeit**: 60 - 120 Minuten **Zielgruppe**: Jugendliche / Multiplikator*innen **Alter:** ab 12 Jahren **Komplexität**: leicht **Einordnung in Modulstruktur**: Einstieg **Voraussetzungen**: keine </div> ## Wichtige Links – (keine externen Links vorgesehen) ## Einführung Diese Einheit ist Teil eines größeren Workshopkonzepts zur kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Daten. Emojis bieten einen niedrigschwelligen Einstieg, um über die Subjektivität von Daten, Bias und Interpretationen zu sprechen. Sie sind allgegenwärtig – aber ihre Bedeutung ist nicht eindeutig. Das OER lädt zur Reflexion und Diskussion ein und erlaubt vielen Teilnehmenden einen Beitrag zu leisten. ## Was brauche ich dafür? **Hardware**: keine **Software**: keine **Geräte**: Smartphone (optional) **Internet**: nein ## Warum sich dieses OER insbesondere für (Zielgruppe) eignet Emojis sind sehr niedrigschwellig und erlauben es allen Jugendlichen sich einzubringen. Die Verwendung von Sprache ist für viele Jugendliche ein alltägliches Thema und erlaubt eine breite Teilhabe. ## Vorbereitung #### Setting des Lernraums - [ ] braucht Stuhlkreis - [ ] braucht Tischinseln - [ ] barrierearmer Zugang wichtig #### Material und Technik vorbereiten - [ ] z.B. Moderationskoffer - [ ] Ausdrucke vorbereiten (Emoji-Symbole) ## Übersicht | Phase | Programm | Dauer | Sozialform | | -------- | -------- | -------- | -------- | | Ankommen | Begrüßung & Warm-Up | 10 Min | Plenum | | Einstieg | Gespräch über Emoji-Nutzung | 10 Min | Plenum | | Erarbeitung | Emoji-Voting und Diskussion | 20 Min | Kleingruppen / Plenum | | Vertiefung | Emoji-Doppeldeutung & Reflexion | 15 Min | Kleingruppen | | Reflexion | Überleitung zu Data:Viz & Fazit | 5 Min | Plenum | | Abschluss | Abschlussrunde | 5 Min | Plenum | ---- ## Ablauf (Beispiel) ### 1. Kennenlernrunde **Zeit**: 10 Minuten **Aktivität**: Begrüßung & Warm-Up **Sozialform**: Plenum Leite die Gruppe mit einem lockeren Einstieg zur Emoji-Nutzung ein: - „Wer nutzt Emojis häufig?“ - „Wer kennt jemanden, der *gar keine* Emojis verwendet – und warum wohl?“ ### 2. Emoji-Reflexion – Einstieg in das Thema **Zeit**: 10 Minuten **Aktivität**: Plenumsdiskussion **Sozialform**: Plenum **Instruktionen/Ablaufbeschreibung:** Teilnehmende überlegen, welche Emojis sie regelmäßig nutzen. Wer möchte, kann in den eigenen Messenger-Verlauf blicken. Dabei entstehen Diskussionen über Nutzungsverhalten, Bedeutungen und Vorlieben. **Aufgabenstellung für die Teilnehmenden:** - Welche Emojis nutzt du häufig – und warum? - Welche Personen nutzen besonders viele / keine Emojis? **Hinweise für die Workshopleitung:** Freiwilligkeit betonen, keine Screenshots oder geteilte Inhalte – Privatsphäre wahren. ---- ### 3. Emoji-Auswahl und Diskussion **Zeit**: 20 Minuten **Aktivität**: Gruppenarbeit & Diskussion **Sozialform**: Kleingruppen, dann Plenum **Instruktionen/Ablaufbeschreibung:** Verteile vorbereitete Ausdrucke von Emojis. Die Gruppe wählt: - den „coolsten“ Emoji - den „uncoolsten“ Emoji Diskussion über Bedeutungen, persönliche Assoziationen, Popkultur etc. **Materialien und Links:** - Ausdrucke von Emojis **Aufgabenstellung für die Teilnehmenden:** - Warum ist dieser Emoji cool oder uncool? - Was sagt das über unsere Sichtweisen aus? **Hinweise für die Workshopleitung:** Hier steckt viel Potenzial für Diskussion über soziale Zuschreibungen, Alter, Gender, Popkultur. ---- ### 4. Emoji-Doppeldeutigkeit & Interpretation **Zeit**: 15 Minuten **Aktivität**: kreative Übung **Sozialform**: Kleingruppen **Instruktionen/Ablaufbeschreibung:** Teilnehmende wählen einen Emoji und denken sich zwei völlig unterschiedliche Nachrichten aus, in denen dieser Emoji sinnvoll ist. **Aufgabenstellung für die Teilnehmenden:** - Zeigt, wie ein Emoji verschiedene Bedeutungen transportieren kann. **Überleitung:** Daten (wie Emojis) sind interpretationsabhängig – das zeigt, wie subjektiv auch digitale Auswertungen sein können. ---- ### Abschluss und Reflexion **Zeit**: 5 Minuten **Aktivität**: Reflexionsrunde Reflexionsfragen: - Was nehmt ihr mit über Emojis? - Wie wirken sich persönliche Sichtweisen auf Interpretation von Daten aus? ---- ## Variationen im Ablauf <div class="alert alert-info" role="alert"> - Als kurze 30-Minuten-Einheit in einem Medientag - Erweiterung mit Visualisierungstools (Data:Viz) - Durchführung komplett ohne Smartphone (reine Symbolarbeit) - Für jüngere Teilnehmende: mehr Bildmaterial und vereinfachte Sprache </div> ---- ## Theoretischer Hintergrund <div class="alert alert-info" role="alert"> - Kulturelle Codierung von Emojis - Dieses Modul veranschaulicht Bias anhand alltäglicher Kommunikation - Bezug zur emanzipatorischen Medienbildung: kritisches Bewusstsein fördern, was wie mit welchem Bild ausgedrückt wird </div> ---- ## Weiterführende Ressourcen <div class="alert alert-info" role="alert"> - https://www.unicode.org/emoji/ - https://emojipedia.org/ - Handout zu Bias und Interpretation in Datenanalyse (OER) </div> --- ## Lizenz ###### <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"></a><br/><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" property="dct:title"> Inhalte dieses Materials sind, sofern nicht anders angegeben, nach [Creative Commons 4.0 International Lizenz](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert by [mediale pfade e.V.](https://medialepfade.org/). D.h. das Werk darf sowohl für nicht-kommerzielle als auch für kommerzielle Zwecke verbreitet und verändert werden, sofern der Urheber des Originals wie oben beschrieben genannt wird und die veränderte Version dieselbe Lizenz besitzt wie das Original. Von der CC-Lizenz ausgenommene Materialien sind in den hier veröffentlichten Bildungsmaterialien durch entsprechende Hinweise gekennzeichnet. --- ##### ![](https://pad.medialepfade.net/uploads/upload_76600ca15c72b9e5497f821750b174b1.jpg =300x) [Kontakt |](https://medialepfade.org/kontakt/) [Impressum](https://medialepfade.org/impressum/) [| Datenschutz](https://medialepfade.org/datenschutz/)