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# Digital reflections: Reflexive Dialoge zur Mediennutzung
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## Allgemeine Informationen
```die Tags dienen zur Orientierung für Nutzende ```
**Tags:**
* Thema: Mediennutzung, Plattformen, Plattformmechanismen
* Art der Methode: Einstieg, Dialogisches Spiel
* Zielgruppe: ab 12 Jahre, Sekundarstufe
* Gruppengröße: 4 - 30
* Dauer der Methode: 20 - 40 Minuten
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## Kurzbeschreibung
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"Digital reflections" ist ein dialogisches Kartenspiel, das persönliche Medienerfahrungen mit strukturellen Mechanismen verbindet. Die Teilnehmenden tauschen sich anhand von Fragekarten über ihre individuellen Erfahrungen in der digitalen Welt aus und reflektieren gemeinsam die dahinterliegenden gesellschaftlichen und technologischen Strukturen.
</div>
## Lernziele
<div class="alert alert-info" role="alert">
* Reflexion der eigenen Mediennutzung und digitalen Alltagspraktiken
* Herstellung von Zusammenhängen zwischen persönlichen Erfahrungen und strukturellen Mechanismen
* Entwicklung eines Bewusstseins für politische und wirtschaftliche Dimensionen digitaler Medien
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## Rahmendaten
<div class="alert alert-info" role="alert">
**Zeit**: zwischen 20 und 40 Minuten, je nach Anzahl der Runden
**Zielgruppe**: Jugendliche und junge Erwachsene (12-27 Jahre)
**Alter:** ab 12 Jahre
**eventuell Komplexität** leicht (1. Frageset)/ mittel (2. Frageset)
**Art der Methode** - Einstieg
**Voraussetzungen**: keine
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### Vorbereitung der Methode
#### Setting des Lernraums
- [ ] Erste Variante: Platz zum Umherlaufen und in Paaren oder Kleingruppen zusammenstehen
- [ ] Zweite Variante: Stühle paarweise gegenüberstellen
- [ ] Dritte Variante: Kleingruppen-Tische vorbereiten
- [ ] Fragekarten nach Sets sortieren und bereitlegen
- [ ] Ggf. Auswahl an Fragekarten treffen, die für die spezifische Altersgruppe besonders geeignet sind
- [ ] Kommunikationsregeln vorbereiten (respektvoller Umgang, kein Zwang zur Beantwortung persönlicher Fragen)
#### benötigtes Material und Technik
- [ ] Kartenspiel (zwei Fragensets)
- [ ] optional: Sanduhr oder Timer
- [ ] optional: Pinnwand für gemeinsame Erkenntnisse
#### Druckvorlagen
- [ ] [Druckvorlage zu Frageset 1 und Frageset 2](https://oer.medialepfade.org/OER%20-%20ULAT%20%C3%B6ffentlich/Druckvorlagen%20OER/Druckvorlagen%20Digital%20Speeddating/)
 
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## Detaillierter Ablauf
## Ablauf
### 1. Einführung (3 Min.)
- Begrüßung und Vorstellung der Methode
- Erläuterung der Spielidee: Kombination aus persönlichen Erfahrungen und struktureller Reflexion
- Gemeinsame Kommunikationsregeln vereinbaren
- Betonung, dass es keinen Zwang gibt, alle Fragen zu beantworten
- Kurze Erklärung der beiden Fragensets:
- Im Fragenset 1 setzen sich die Teilnehmenden mit ihren eigenen Nutzungsgewohnheiten von digitalen Plattformen auseinander
- Im Fragenset 2 befassen sich die Teilnehmenden mit der Struktur der Plattformen (z.B. Mechanismen, Machtverhältnissen, Wirkung von Algorithmen). Dieses Set eignet sich eher für Jugendliche ab 15 Jahren.
- Wenn eine Antwort aus dem Fragenset 2 unbekannt ist, überlegt trotzdem zusammen, wie diese lauten könnte. Merkt euch die Fragen, die euch besonders interessieren und zu denen ihr mehr wissen möchtet
:::warning
Die folgenden Spielvarianten sind auf beide Fragensets ausgelegt. Wenn die Teilnehmenden jünger sind oder die Fragen zu komplex sind für die Gruppe, kann ausschließlich das Fragenset 1 genutzt werden.
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### 2. Spielphase
#### Variante A: Klassisches Speeddating (10 Minuten)
- Teilnehmende bilden zwei Kreise: Innenkreis und Außenkreis (sich gegenübersitzend)
- Zwischen jedes Personenpaar werden 3 Karten von Set 1 und eine Karte von Set 2 gelegt
- In Gesprächsrunden von je 3 Minuten tauschen sich die Paare zuerst über die Fragen von Set 1, anschließend über die Frage von Set 2 aus
- Nach jeder Runde rotiert der Außenkreis um eine Positionnach rechts und der Innenkreis um eine Position nach links - **die Karten bleiben am Platz**
- die neuen Paarkonstellationen erhalten erneut 3 Minuten für den Austausch zu den neuen Fragen
#### Variante B: Dialoggruppen (10 Minuten)
- Teilnehmende bilden Kleingruppen von 3-4 Personen
- Jede Gruppe erhält 1-2 aus Set 2 und 3-4 Karten aus Set 1
- Die Gruppe zieht abwechselnd eine Karte aus Set 1
- Erst gemeinsamer Austausch über persönliche Erfahrungen (Set 1)
- Anschließende Diskussion der strukturellen Frage (Set 2) im Kontext des vorherigen Austausch
- Gruppe entscheidet gemeinsam, zu welcher Frage aus dem Set 2 sie mehr erfahren möchten
#### Variante C: Medien-Quartett (20 Minuten)
- Bildung von Kleingruppen (4-6 Personen)
- Jede Gruppe erhält 3 Karten aus Set 1 und 3 Karten aus Set 2
- Aufgabe: Die passendsten Kombinationen aus persönlicher und struktureller Frage finden
- Diskussion der Fragen in der Kleingruppe
- Präsentation der "Kartenpaare" im Plenum mit Begründung der Zusammenhänge
### 3. Gemeinsame Reflexion (10-20 Min.)
- Zusammenführung im Plenum
- Austausch über besonders interessante Gesprächsmomente
- Sammlung von Erkenntnissen und offenen Fragen
- Möglichkeit, zu einzelnen Fragen Hintergrundinfos zu vermitteln (durch teamende Person)
- Diskussion überraschender Verbindungen zwischen persönlichen Erfahrungen und Strukturen
- Optional: Gemeinsame Visualisierung wichtiger Erkenntnisse
## Varianten
:::info
- **Themenschwerpunkt**: Fokussierung auf bestimmte Plattformen oder Medienphänomene (z.B. nur TikTok-bezogene Fragen)
- **Erweiterte Reflexion**: Ergänzung um kreative Phase, in der alternative Plattform-Designs entwickelt werden
- **Digitale Version**: Durchführung als Online-Workshop mit digitalen Kartensets
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### Lizenz
###### <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" style="border-width:0; float:left; margin:12px" src="https://i.creativecommons.org/l/by/4.0/88x31.png" /></a><br/><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" property="dct:title"> Das dieser Veröffentlichung zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln der [Volkswagenstiftung](https://www.volkswagenstiftung.de/de) gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen. Die Methoden „OER | UNLEARNING ANTIFEMINISM ON TIKTOK. Exploratives Methodenset zur Prävention von Antifeminismus auf TikTok | Digital reflections: Reflexive Dialoge zur Mediennutzung“ wurden im Rahmen des Projektes "[unlearning antifeminism on TikTok](https://www.antiantifeminism.org/)" von der [Universität zu Köln](https://www.uni-koeln.de/) in Kooperation mit [medialepfade.org](https://medialepfade.org/) entwickelt, namentlich Jun.-Prof. Dr. Michaela Kramer, Jun.-Prof. Dr. Franziska Bellinger, Christian Noll, Lara Niederberger, Lou Huber-Eustachi, Katrin Hünemörder, Sophie Leubner. Das Material ist lizensiert unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz</a> by [Universität zu Köln](https://www.uni-koeln.de/) / www.medialepfade.org. D.h. das Werk darf sowohl für nicht-kommerzielle als auch für kommerzielle Zwecke verbreitet und verändert werden, sofern der Urheber des Originals wie oben beschrieben genannt wird. Unbedingt zu beachten ist: Von der CC-Lizenz ausgenommene Materialien sind in den hier veröffentlichten Bildungsmaterialen durch entsprechende Hinweise gekennzeichnet.
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